Gräser

1. Bedeutung für die Chinchillaernährung

Frische Gräser im Chinchillareservat - Chile
Frische Gräser im Chinchillareservat - Chile

In der Natur ernähren sich Wildchinchillas in etwa 80% von Kräutern, Zweigen UND Gräsern. Dazu gehören diverse Nassella chilensis z.B. Stipa pulmosa (vgl. u. Bilder). Der Wassergehalt des Grases variiert wie auch bei anderen Gewächsen je nach Jahreszeit und dem saisontypischen Niederschlag.

 

Gräser haben neben vielen Mineralstoffen, sehr viele Fasern, die sich positiv auf die Verdauung aber v.a. auf den Zahnabrieb auswirken. Der Vitamingehalt ist bei frischem Gras viel höher als bei getrocknetem (=Heu), der Kalziumgehalt steigt je 100g bei getrocknetem Gras deutlich an.

 

Neben dem Gesundheitsaspekt erfreuen sich Gräser bei vielen Chins großer Beliebtheit.

Frische Gräser sollten neben Kräutern, Blüten, Zweigen, Blättern und Heu als Hauptfutter fungieren und so oft wie möglich angeboten werden.

Alle einheimisch-gängigen Süß-Gras-Sorten sind für Chinchillas ungiftig. Nur mit Getreide samt Ähren sowie Weidelgras sollte sparsam umgegangen werden.

Im Frühjahr, wenn das Gras neu wächst, beinhaltet es besonders viel Eiweiß und muss langsam angefüttert werden, da hoher Eiweißgehalt (wie schon bei Klee, Kohl) zu Aufgasung führen kann.

2. Geeignete Gräser-Arten

Eine Auswahl an als Futter geeigneten Gräsern sind:

  • Echter Bambus wie z.B. Garten-Bambus
  • Schilf(-rohr)
  • Zwenke
  • Simse
  • Rispengras
  • Kammgras
  • Lieschgras
  • Trespe
  • Knäuelgras
  • Ausdauerndes Weidelgras
  • Rispengras
  • Windhalm
  • Perlgras
  • Quecke
  • Schmiele
  • Ruchgras
  • Straußgras
  • Flattergras
  • Pfeifengras
  • Binse
  • Zittergras
  • Schwaden
  • Glanzgras
  • Segge
  • Putzergras
  • Getreide (Dinkel, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis, Roggen, KEIN Weizen)