Kot / Losung

Losung bei selektiver, abwechslungsreicher Ernährung

Die Köttel werden so gut wie nie immer gleich aussehen: Farbe, Größe, Konsistenz variiert - auch innerhalb eines Tages. Auf dem Bild sieht man "optimalen" Chinchillakot. Die Chinchillas auf dem Bild werden naturnah, mit kaum Kraftfutter und mit viel Rohfaser ernährt. Fertigfutter gibt es keins.

Losung bei vielen Pellets im Speiseplan

Die Köttel sehen immer gleich oder ähnlich aus, sind recht groß, rundlicher und heller als bei naturnaher oder abwechslungsreicher Ernährung. Das liegt daran, dass der Pelletbrei aufquillt und auch, dass viel von der Pelletmasse nicht verwertet werden kann und wieder ausgeschieden wird.

Dieses Phänomen kann man bei jeder Tierart beobachten: auch Hunde oder Katzen, die mit minderwertigem Trockenfutter ernährt weren, koten mehr und größer als gebarfte Tiere.

Wie der Kot generell, egal bei welcher Ernährungsform, nicht sein sollte

  • dauerhaft sehr klein (Achtung: manche Chins haben eine individuell kleine Losung, die somit nicht pathologisch ist, sie sollte jedoch eine schöne gesunde Form aufweisen)
  • verminderter Kotabsatz (das Tier muss dauernd Kot ausscheiden)
  • deformiert z.B. spitz, wellig etc.
  • stinkend
  • kontinuierlich matschig oder flüssig
  • Blutspuren
  • kontiuierliche Schleimspuren, Bläschen
  • häufige Kotketten

Weitere Infos zum Thema Köttel

  • der ausgeschiedene Kot verändert sich aufgrund der Luft, Lichteinstrahlung und Temperatur (Farbe, Konsistenz, Form)
  • durch Frischfutter werden die Köttel oft größer, manchmal weicher
  • bei zu viel Kohlenhydraten werden die Köttel oft klein und dunkel
  • bei viel oder hauptsächlicher Pellet-Ernährung ist die Losung hell und recht groß
  • wichtig: nicht nur die Ernährung, sondern auch die körperliche und psychische Verfassung wirkt sich sehr schnell auf den Kot aus (z.B. Stress), sowie eine Medikamentengabe
  • jedes Tier hat seinen individuellen Kot und ein individuelles Köttelverhalten; kleine Tiere haben kleineren Kot als große
  • wie oben bereits angedeutet sind Chinchillas sog. Dauerausscheider und können somit ihren Kotabsatz nicht steuern bzw. bewusst beeinflussen (wie gesunde Menschen z.B.), sie kötteln ununterbrochen und überall hin

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Kommentare: 1
  • #1

    Bianca Bruns (Montag, 07 Dezember 2020 10:41)

    Hallo!
    Habe eine Haremsgruppe. Drei Weibchen (Mutter, 2 Töchter) und ein Böckchen. und um diesen geht es. Sein Verhalten ist sehr auffällig seit zwei Tagen. Er läuft immerzu im Gehege in die Runde, bleibt nach der Hälfte genau vor der Wand stehen und dann läuft er weiter. Dann frisst er wieder und läuft wieder in die Runde. Er läuft nicht schnell. Er läuft aber normal. Er wirkt schlapp und müde. Sonst kam er jeden abend auf meine Schulter und "erzählte" mir was. Nun hört man gar nichts von ihm und wenn er zu mir kommt, dann nur kurz auf meine Beine. Man kann ihn auch ohne Gegenwehr hochheben. Das war sonst auch nicht so. Den Auslauf hat er gestern nicht mehr genutzt. Er springt nur noch selten. Er putzt sich normal. Er hat keine sichtbaren Verletzungen und der Bauch fühlt sich genauso wie bei den anderen Chinchillas an. Schätzungen zufolge soll er 13 oder 14 sein. Ich habe die Gruppe vor 10 Jahren aus einer Auffangstation zu mir genommen. Die Ernährung habe ich nicht umgestellt. Sie bekommen schon seit einigen Jahren Futter, Gräser, Blüten von Hansemanns Team. Im Sommer bekommen sie auch frische Zweige. Zweimal die Woche bekommen sie Obst. Entweder Banane, Physalis oder Heidelbeeren. Leckerli nimmt er auch immernoch.
    Heute um halb zwölf habe ich einen Termin beim Tierarzt. Ich habe schon zwei seiner Töchter verloren, weil sie Krebs hatten. Und nun habe ich Angst, dass er auch eine schlimme Krankheit hat.

    Liebe Grüße
    Bianca Bruns