Erstes Sammeln und Pflanzenbestimmung

1. Wie lernt man Futterpflanzen kennen?

  • Spaziergang mit erfahrenen Haltern
  • Pflanzen-Bestimmngs-Seminare belegen
  • mit Bestimmungsbüchern losziehen
  • Pflanzen, die in unmittelbarer Umgebung wachsen, abfotographieren und erfahrenen Haltern zeigen (Achtung: Erst bestimmen (lassen), dann pflücken und nicht umgekehrt!)

Zur Absicherung sollte man die neue, unbekannte Pflanze immer mit Google-Bildern abgleichen oder/und sich auskennenden Personen zum Absegnen zeigen. Bei Unsicherheit sollte man die Pflanze besser nicht verfüttern.

2. Anhand welcher Merkmale werden Pflanzen bestimmt?

Grünfutter sammeln ist nicht schwer und lohnt sich
Grünfutter sammeln ist nicht schwer und lohnt sich
  • Aussehen: typische & einprägsame Form des Blattes (z.B. bei Ahorn, Hirtentäschel, Eiche) oder des Stängels (z.B. Giersch), Farbe der Rinde (z.B. Birke) oder Blüten (z.B. Gänseblümchen, Anm.: viele hochgiftige Pflanzen sind sehr farbenfroh wie z.B. Engelstrompete), …
  • Geruch: scharf (z.B. bestimmte Rauken), übel riechend/stinkend (viele Giftpflanzen wie Schierling), Wilde Möhre (aromatisch wie Karotte) …
  • Geschmack: bitter (z.B. Löwenzahn), sauer (z.B. Sauerampfer), stechend (z.B. Rauken, Küchenkräuter wie Lavendel, Basilikum etc.), …
  • Haptik: stachelig (z.B. Disteln, Stachellattich), dornig (Brombeere, Weißdorn, Rose), fellig/samtig (z.B. Frauenmantel), nesselnd/brennend (z.B. Brennnesseln, Herkulesstaude), klebrig (z.B. Klett-Labkraut)…

Für diese Merkmale sind die sekundären Stoffe der Pflanzen zuständig. Mehr dazu unter "Sekundäre Pfanzenstoffe" auf dieser Seite.

3. Sammelorte

Grundsätzlich gilt, dass überall gesammelt werden kann. Es sollten nur keine Pflanzen, die unter Naturschutz stehen, sowie keine belasteten Pflanzen mitgenommen werden d.h.:

  • keine Hundeecken und Hundewiesen
  • nicht direkt am Straßenrand, wo ebenfalls Hunde hinmachen
  • nicht an stark befahrenen Straßen
  • nicht von gespritzten Feldern
  • keine mit Vogelkot beschmierten Pflanzen mitnehmen

Zum Sammeln eignen sich z.B.

  • Wiesen
  • Spielplätze
  • Friedhöfe
  • Baustellen
  • Wälder
  • Gewässer
  • Gärten
  • Hinterhöfe
  • unbebaute Grundstücke
  • Brachflächen etc.

4. Vergiftungsgefahr

Ausführliches zur Giftigkeit von Pflanzen in Bezug auf Chinchillas ist auf unserer Seite zu finden unter

5. Bestimmungsbücher

Hier 3 Bücher, die ich empfehlen kann. Am besten schafft man sich gleich mehr als nur eines an, denn das reicht leider nicht aus. Generell bin ich der Ansicht, dass man als Anfänger nur anhand von Büchern nicht bestimmen und sammeln sollte, ohne sich nochmal via anderer Personen oder Google-Bilder-Abgleich Bestätigung zu holen.

6. Erstes Sammeln: mit Klassikern & leicht zu bestimmenden Pflanzen beginnen!

Kräuter-Klassiker:

  • Löwenzahn
  • Disteln
  • Spitz- und Breitwegerich
  • Gänseblümchen
  • Brennnesseln
  • Ampfer
  • Knoblauchsrauke, Stinkrauke
  • Hirtentäschel
  • alle Gräser
  • Erdbeerblätter
  • Schilf
  • Gartenbambus

 

Zweige-Klassiker:

  • Obstbäume wie Apfel, Birne, Pfirsich oder Kirsche
  • Beerenranken wie Brombeere, Himbeere oder Johnnisbeere
  • Birke
  • Weide
  • Hasel
  • Rosen
  • Ahorn
  • Eiche
  • Weißdorn
  • Hibiskus

TIPP

Man sollte immer mit Laubbäumen beginnen, denn die meisten einheimischen Laubbäume sind nicht giftig (Sträucher schon!) . Bei Nadelbäumen hingegen gibt es stark giftige Arten. Zudem sind Laubbäume viel belieber als Nadelgehölze.

7. Welche Pflanzen sind zum Verfüttern geeignet?

Ausführliche Futterlisten inkl. einer Zweige- und Kräuter-Liste findet Ihr auf dieser Seite unter "Futterlisten".

Bilder vieler Futterpflanzen haben wir im Forum gesammelt:

Eine kleine Kräuter-Sammel-Kunde gibts auf der Kaninchenwiese.de-Seite: "Wiese pflücken für Anfänger"