Leicht giftige Futterpflanzen

Leicht giftige Pflanzen können die Chinchillaernährung bereichern, doch gilt es einiges zu beachten, bevor man diese Gewächse zum Fressen anbietet.

So sollten Chinchillas, die leicht Giftiges oder Problematisches angeboten bekommen:

  • selektiv und abwechslungereich ernährt werden
  • und am besten auch naturnah ernährt werden

Das bedeutet, dass die Tiere schon einige Monate lang ohne jedes Fertigfutter gefüttert werden sollten, aber vor allem schon eine breite Palette an getrockneten und frischen Pflanzen kennen, täglich bekommen und vertragen sollten. Erst DANN kann man zusätzlich zu den als unproblematisch geltenden Pflanzen (Löwenzahn, Hasel, Apfel, Kirsche, Wegerich, Apfel, Chicoree etc.) leicht giftige oder als leicht problematisch geltende Gewächse mit dazuverfüttern. Die Chins werden dann intinktiv nur kleinere Menge dieser Pflanzen essen oder diese bei Bedarf und je nach Wirkung zu sich nehmen. In diesem Rahmen stellen diese Pflanzen auch kein Problem mehr dar! Auch in der Natur bedienen sich Tiere bis zum gewissen Grade giftiger Pflanzen um Krankheiten vorzubeugen oder diese zu heilen. Unseren Heimtieren ist dieses instinktive Verhalten - in Studien nachgewiesen! - keineswegs abhanden gekommen, man muss hier jedoch ein paar Dinge wissen und beachten.

Mehr zum Thema Selektion und Giftigkeit siehe unter "Futterselektion" und "Von Futter-, Gift- und Heilpflanzen". Beide Themen sind wirklich sehr interessant und lesenswert!

Chinchillas fressen Flieder
Chinchillas fressen Flieder

 

Ein Problem können die nachfolgenden Pflanzen lediglich darstellen, wenn die Chinchillas nur rationiert gefüttert werden und auch keine große Auswahl an verschiedenen Kräutern & Co. kennen, bekommen und vertragen. Hier besteht eine kleine Gefahr, dass sie sich in solch einem Fall mit diesen Pflanzen z.B. vollfressen könnten, da sie sonst keine Auswahl an was anderem Schmackhafterem haben. Auch Langeweile fördert antiinstinktives bzw. antiselektives Verhalten.

Leicht giftige Pflanzen werden unsere Tiere zwar nicht töten, sie können aber eben in zu großer Menge oder/und regelmäßig aufgenommen zu verschiedenen Problemen führen, vor allem zu:

  • Verdauungsproblemen
  • Nährstoffmängeln
  • Leberschäden

 

Zu leicht giftigen oder "problematischen" Pflanzen zählen u.a.:

  • Ackerschachtelhalm
  • Ampfer & andere oxalsäurehaltige Pflanzen
  • Blähendes wie Luzerne, Klee, Kohl, Lupine, Gräser in Frühjahr
  • Eberesche
  • Eiche
  • Esche
  • Esparsette
  • Fette Henne
  • Gundermann
  • Hahnenfuß
  • Huflattich
  • Flieder
  • Forsythie
  • Jacobskreuzkraut
  • Kastanie
  • Klatschmohn
  • Magnolie
  • Natternkopf
  • Pflanzen mit viel ätherischem Öl (z.B. Basilikum, Fichte etc.)
  • Rainfarn
  • Ranunkel
  • Raps
  • Robinie /Scheinakazie
  • Scharbockskraut
  • Schwarzer Holunder
  • Steinobst
  • Waldmeister
  • Walnuss
  • Wein